Wieder über 2.000 Erstsemester an der Uni Koblenz – viele neue attraktive Studienangebote
Die Universität Koblenz startet mit über 2.000 Studienanfänger*innen in das Wintersemester 2026/27. Die Universitätsleitung hieß die Erstsemester am 20. Oktober herzlich an Rhein und Mosel willkommen. Das akademische Portfolio wurde zugleich um sechs neue Studienangebote erweitert und eröffnet in Verbindung mit zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten vielfältige Wege zur individuellen Profilbildung.
Auf dem Universitätscampus in Koblenz-Metternich ist in diesen Tagen wieder die besondere Atmosphäre eines Semesterstarts zu spüren: neugierige Gesichter, erste Begegnungen, neue Freundschaften und die Vorfreude auf einen spannenden Lebensabschnitt. Ein vorläufiger Höhepunkt der Erstsemesterwoche war die offizielle Begrüßung am Dienstag, bei der Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Wehner und Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Constanze Juchem-Grundmann, die neuen Studierenden herzlich willkommen hießen.
Ein Studium sei weit mehr als der Erwerb von Fachwissen, erklärte Prof. Dr. Stefan Wehner und führte weiter aus: „Es ist eine Zeit des Ausprobierens, des Entdeckens und des persönlichen Wachsens. An der Universität Koblenz möchten wir unseren Studierenden dafür die bestmöglichen Bedingungen bieten: ausgezeichnete wissenschaftliche Angebote, persönliche Betreuung und eine Campusgemeinschaft, in der man sich schnell zuhause fühlt. Ich freue mich sehr, dass sich so viele junge Menschen entschieden haben, diesen wichtigen Lebensabschnitt gemeinsam mit uns zu gestalten."
Vizepräsidentin Prof. Dr. Constanze Juchem-Grundmann motivierte die Studierenden, die Perspektive zu wechseln und Verantwortung für Ihr Studium zu übernehmen: „Heute ist Tag 1 Ihrer Zukunft – Bei uns entscheiden und gestalten Sie selbst! Nutzen Sie die vielfältigen Informations- und Studienmöglichkeiten an der uk und legen Sie ein starkes Fundament für Ihre Zukunft mit klarem Profil – gestalten Sie Ihr Studium individuell, gestalten Sie unsere Universität, gestalten Sie die Gesellschaft! Wir freuen uns sehr, dass Sie da sind!“
Unileben und Starthilfe
Im Rahmen der Begrüßungsveranstaltung erhielten die neuen Studierenden einen umfassenden Einblick in den Kosmos der Universität Koblenz, lernten die vielfältigen Angebote und spannenden Möglichkeiten des Campuslebens kennen. Vorgestellt wurden unter anderem das breite Kursangebot des Allgemeinen Hochschulsports (AHS) und die Mitwirkungsmöglichkeiten in der Universitätsmusik (UNIMUS). Von der Spielfreude von Pianist Nikolaus Sundhaußen und Percussionist Felix Rieder, die mit „Compassion“ von Omar Klein einen Einblick in das vielfältige Portfolio der von Christian Jeub geleiteten Universitätsmusik gaben, ließ sich das voll besetzte Auditorium direkt mitreißen. Darüber hinaus präsentierte das Studierendenwerk Koblenz seine Beratungs- und Unterstützungsangebote und informierte über Wohnraum, Verpflegungsmöglichkeiten sowie die Kindertagesstätte „Bullerbü“ für Studierende mit Kindern. Im weiteren Verlauf der Erstsemesterwoche können sich die „Erstis“ in zahlreichen Veranstaltungen über ihre Studiengänge, aber auch über verschiedene Unterstützungsangebote, die den Start ins Studium erleichtern, informieren. Eine Vielzahl zusätzlicher Veranstaltungen von Studierenden für Studierende, die der AStA der Uni Koblenz organisiert, rahmen das Programm der Erstsemesterwoche.
Anhaltend hohe Einschreibezahlen gegen den Trend
Am 26. Oktober 2026 starten insgesamt 9.800 Studierende in das neue Semester an der Uni Koblenz, darunter 58% Frauen. Entgegen dem bundesweiten Trend – die Kultusministerkonferenz (KMK) prognostiziert für das beginnende Wintersemester einen deutschlandweiten Tiefstand der Erstsemester-Studierenden – und trotz des fehlenden Abiturjahrgangs im benachbarten Bundesland Nordrhein-Westfalen aufgrund der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, erfreut sich die Universität Koblenz seit Jahren konstant hoher Einschreibezahlen.
Auch der Anteil der internationalen Studierenden, die Neugier und Perspektiven aus aller Welt an den Mittelrhein bringen, steigt seit Jahren konstant und liegt aktuell bei rund 14 %. Für die Gruppe der „Internationals“, von denen erfahrungsgemäß ein großer Anteil später als gefragte Fachkräfte in der Region verbleibt, gibt es zusätzliche spezifische Unterstützungsmaßnahmen, sowohl in der Erstsemesterwoche als auch während des gesamten Studiums, die ihnen das Ankommen in Koblenz und den Einstieg in das deutsche Studiensystem erleichtern.
Neue Studienangebote erweitern das akademische Profil
Zum Wintersemester 2026/27 baut die Universität Koblenz ihr Studienangebot gezielt aus und reagiert damit auf aktuelle wissenschaftliche, gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen. Sechs neue Studienangebote eröffnen zusätzliche Perspektiven für Studieninteressierte und stärken zugleich das vielfältige Profil der Universität.
Erstmals startet der Ein-Fach-Masterstudiengang Life Science, der Chemie und Biologie miteinander verbindet und einen besonderen Schwerpunkt auf bioanalytische Methoden legt. Im Bereich der Geisteswissenschaften ergänzt das Studienangebot Deutschsprachige Gegenwartsliteratur das Portfolio. Es setzt sich mit aktueller Literatur sowie den darin verhandelten gesellschaftlichen Fragestellungen und Debatten auseinander und kann in verschiedenen Masterstudiengängen flexibel studiert werden.
Auch die Lehrkräftebildung wird weiter ausgebaut: Wieder bzw. neu angeboten wird das Fach Bildende Kunst für die lehrkräftebildenden Studiengänge Grundschule, Förderschule, Realschule plus und Gymnasium. Es vermittelt kunstpädagogische Kompetenzen und befähigt angehende Lehrkräfte dazu, kreative Prozesse anzustoßen und die Begeisterung für Kunst weiterzugeben. Zudem können Studierende der Studiengänge für Lehramt an Grundschule und Förderschule künftig Informatik als Unterrichtsfach wählen.
Mit dem Fach Sonderpädagogik wird darüber hinaus das Angebot im lehrkräftebildenden Zertifikatsstudiengang erweitert. Es richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende sowie Absolvent*innen entsprechender lehrkräftebildender Abschlüsse, die ihre Qualifikation um einen sonderpädagogischen Schwerpunkt ergänzen möchten.
Neu ist außerdem das berufliche Fach Sozialpädagogik für das Lehramt an berufsbildenden Schulen. Es bereitet gezielt auf eine spätere Tätigkeit in sozialpädagogischen Bildungsgängen vor, etwa in der Ausbildung von Erzieher*innen, Sozialassistent*innen sowie weiteren Fachkräften des Sozialwesens.
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