Wie schützen wir Wissenschaftsfreiheit und Demokratie?
Podiumsdiskussion zur Wissenschaftsfreiheit am 27. Oktober und Vortrag zur Zukunft der Demokratie mit Ortwin Renn am 2. November 2026 – zwei Veranstaltungen an der TU Berlin
Wissenschaftliche Erkenntnisse geraten zunehmend unter politischen und gesellschaftlichen Druck, zugleich schwindet das Vertrauen in demokratische Institutionen. Wie können Hochschulen ihre Unabhängigkeit bewahren und zu einer offenen Debattenkultur beitragen? Und wie lässt sich die Demokratie so gestalten, dass Menschen wieder stärker an politischen Entscheidungen teilhaben?
Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Veranstaltungen an der TU Berlin: Am 27. Oktober 2026 diskutieren Vertreter*innen aus Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien bei der Podiumsdiskussion „Gemeinsam Zukunft gestalten: Wie können wir die Freiheit von Wissenschaft und Bildung sichern?“ über die Freiheit von Wissenschaft und Bildung.
Am 2. November 2026 stellt Prof. Dr. Ortwin Renn, u.a. Vorsitzender des Kuratoriums der TU Berlin, in seinem Vortrag „Demokratie neu gestalten. Wege in eine bürgernahe Zukunft“ seine Vorschläge für eine bürgernahe Demokratie vor. Beide Veranstaltungen laden dazu ein, über die Verantwortung von Wissenschaft und Gesellschaft für eine offene, demokratische Zukunft nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Wissenschaftsfreiheit in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung
Wissenschaft und Bildung stehen vor der Herausforderung, ihre Unabhängigkeit auch in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zu bewahren. Dabei geht es nicht nur um den Schutz wissenschaftlicher Freiheit, sondern auch um die Verantwortung von Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Politik und Medien für eine offene Debattenkultur.
Diesen Herausforderungen widmet sich die Podiumsdiskussion „Gemeinsam Zukunft gestalten: Wie können wir die Freiheit von Wissenschaft und Bildung sichern?“ am 27. Oktober 2026. Sie knüpft an die Veranstaltung „Wissenschaft unter Druck – Perspektiven aus Forschung und Praxis“ an, die im Juni 2026 an der TU Berlin stattfand, und erweitert die Debatte um Perspektiven aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Wissenschaftsfreiheit und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbinden lassen und wie der Dialog auch zwischen gegensätzlichen Positionen gelingen kann.
Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Petra Dobner von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Manuela Schwartz, ehemalige Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal, Maik Reichel von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Stephan Bickhardt, ehemaliger Leiter der Evangelischen Akademie Sachsen, der Journalist Vladimir Balzer vom Deutschlandfunk sowie Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller von der TU Berlin.
Termin: Dienstag, 27. Oktober 2026, 16 bis 18 Uhr
Ort: Villa BEL, Raum 301, Marchstraße 6, 10587 Berlin
Teilnahme: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wegbeschreibung: https://map.eecs.tu-berlin.de/?building=BEL
Wie kann Demokratie wieder Vertrauen gewinnen?
Wie lässt sich die Demokratie stärken, wenn das Vertrauen in politische Institutionen schwindet und viele Menschen an der Handlungsfähigkeit des demokratischen Systems zweifeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich Ortwin Renn, Vorsitzender des Kuratoriums der TU Berlin, in seinem Buch „Demokratie neu gestalten. Wege in eine bürgernahe Zukunft“. Am 2. November 2026 stellt er an der TU Berlin die zentralen Thesen und Vorschläge daraus vor.
Sein Ansatz: Demokratie braucht mehr als Wahlen und politische Entscheidungen durch gewählte Repräsentant*innen. Um Vertrauen zurückzugewinnen, müssen die vielfältigen Interessen, Werte, Wissensbestände und Vorstellungen der Menschen systematisch in geeignete Beteiligungsformate einfließen. Wie solche Formen der Mitgestaltung aussehen können und welchen Beitrag sie zu einem konstruktiveren politischen Diskurs leisten können, steht im Mittelpunkt seines Vortrags.
Termin: Montag, 2. November 2026, 16.15 bis 17.45 Uhr
Ort: TU Berlin, Raum MAR 0.007, Marchstraße, Berlin, sowie online
Teilnahme: Die Veranstaltung findet hybrid statt. Für die Online-Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail an demokratie.staerken@guv.tu-berlin.de erforderlich. Der Zugangslink wird anschließend zugesandt.
Über die Vereinigung „Demokratie stärken“
Die Vereinigung „Demokratie stärken“ wurde im April 2024 von Angehörigen sowie Alumni und Alumnae der TU Berlin gegründet. Ziel ist es, das Engagement für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und den demokratischen und sozialen Rechtsstaat innerhalb und außerhalb der Hochschulen zu fördern. Dabei setzt sie auf Austausch, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und einen aktiven Einsatz für die Grundwerte der Demokratie.
Kontakt: demokratie.staerken@guv.tu-berlin.de
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Stefanie Terp
TU Berlin
Pressesprecherin
E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
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