Cybersicherheitsforschung: Prof. Franziska Boenisch führt mit Prof. Georg Sigl das Fraunhofer AISEC
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 ist Prof. Franziska Boenisch Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC. Zugleich wurde sie an der Technischen Universität München (TUM) auf den Lehrstuhl für Soft-ware- und Systemsicherheit berufen. Prof. Georg Sigl übernimmt ab sofort die Position des geschäftsführenden Institutsleiters in der Doppelspitze des Fraunhofer AISEC. Er ist seit 2010 Institutsleiter am Fraunhofer AISEC und Professor an der Technischen Universität München (TUM) am Lehrstuhl für Sicherheit in der Informationstechnik.
Prof. Franziska Boenisch forscht zu Datenschutz und Sicherheit im Zeitalter großer KI-Modelle. Sie deckt Schwachstellen dieser Modelle und der Systeme auf, in die sie eingebettet sind. Zudem macht sie Risiken durch Auditing und Red Teaming messbar und entwickelt Schutzmechanismen mit beweisbaren Garantien.
Neue Doppelspitze steht für stärkere Kompetenzen in KI-Sicherheit
Bis Ende September war Boenisch leitende Wissenschaftlerin am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit und arbeitete dort an der Schnittstelle von KI, Sicherheit und Datenschutz. Zuvor war sie Postdoc am Vector Institute in Toronto. Promoviert hat sie an der Freien Universität Berlin und am Fraunhofer AISEC, wo ihre Dissertation ausgezeichnet wurde. Ihre Arbeiten erscheinen regelmäßig auf den führenden internationalen Konferenzen, für ihre Forschung erhielt sie unter anderem einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats.
»Unsere Wirtschaft und Gesellschaft sind heute stärker digital vernetzt denn je. Gleichzeitig wächst die Bedrohung durch Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen, während Künstliche Intelligenz Angreifern zunehmend neue und leistungsfähige Möglichkeiten eröffnet. Für unsere technologische Souveränität brauchen wir deshalb Sicherheitstechnologien, die mit dieser Entwicklung Schritt halten, und dazu gehört auch der Schutz von KI-Systemen selbst. Das Fraunhofer AISEC verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit konkreten Sicherheitslösungen für Wirtschaft und öffentliche Hand«, sagt Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Mit Prof. Boenisch gewinnen wir eine international ausgewiesene Expertin für vertrauenswürdige KI und Datenschutz, die das Institut bereits aus ihrer eigenen Forschung kennt. Sie wird die Kompetenzen des Fraunhofer AISEC in diesem Zukunftsfeld gezielt ausbauen.«
Über das Fraunhofer AISEC
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC steht für angewandte Forschung im Bereich Cybersicherheit. Etwa 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an maßgeschneiderten Sicherheitskonzepten und Lösungen für Wirtschaftsunternehmen und den öffentlichen Sektor, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit von Kunden und Partnern zu verbessern. Dazu zählen Lösungen für eine höhere Datensicherheit sowie für einen wirksamen Schutz vor Cyberkriminalität wie Wirtschaftsspionage und Sabotageangriffe. Das Kompetenzspektrum erstreckt sich von Embedded und Hardware Security, über Automotive und Mobile Security bis hin zu Sicherheitslösungen für Industrie und Automation. Zudem bietet das Fraunhofer AISEC in seinen modernen Testlabors die Möglichkeit zur Evaluation der Sicherheit von vernetzten und eingebetteten Systemen, von Hard- und Software-Produkten sowie von Web-basierten Diensten und Cloud-Angeboten.
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