Bundeskanzler besucht Leibniz-Institut in Frankfurt (Oder)
Bundeskanzler Friedrich Merz war heute am Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt (Oder) zu Gast. Der Besuch unterstreicht die Bedeutung der Leibniz-Gemeinschaft als Partnerin der Hightech Agenda Deutschland und als wichtige Akteurin im deutschen Innovationssystem.
Beim Besuch des Bundeskanzlers am Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (Leibniz-IHP) in Frankfurt (Oder) informierten der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Christoph M. Schmidt, sowie die Institutsleiter des Leibniz-IHP, Gerhard Kahmen, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer, und Nicolas Hübener, administrativer Geschäftsführer, über die Rolle der Leibniz-Gemeinschaft in der Hightech Agenda Deutschland. Sie erläuterten zudem die Forschung des Leibniz-Instituts im Bereich der Mikroelektronik und dessen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas.
Bei seinem Rundgang durch das Institut besichtigte der Bundeskanzler zwei Demonstratoren zu Schlüsselthemen des Leibniz-IHP. Er erhielt Einblicke in den Reinraum und in ein Hochfrequenzlabor und kam dabei auch mit Forschenden sowie mit Auszubildenden, Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden des Instituts ins Gespräch.
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte nach seinem Institutsbesuch: „Aus innovativer Forschung entstehen genau die Lebensverbesserungen, die wir brauchen, die innovativen Geschäftsideen, die unser Land als Ganzes voranbringen.
Die Leibniz-Gemeinschaft ist von den Forschungsgemeinschaften, die wir in Deutschland haben, diejenige, die am breitesten aufgestellt ist – von der Forschung bis zur Anwendung in der Industrie. Ich konnte mich von der anwendungsorientierten Forschung in der Leibniz-Gemeinschaft über alle wissenschaftlichen Disziplinen in sehr eindrucksvoller Weise überzeugen.
Hier wird sichtbar, wie Wissenschaft und Wirtschaft ineinandergreifen und voneinander profitieren. Wir sehen hier Weltspitzen-Arbeit im Hightech-Bereich, und Mikroelektronik ist ein wesentlicher Aspekt unserer Hightech Agenda Deutschland.
An der Chipentwicklung und -produktion hier wird deutlich: Unsere Forschung ist international spitze. Ich bin froh, dass wir mit dem IHP in Ostdeutschland einen Hightech-Leuchtturm haben.“
Leibniz-Präsident Christoph M. Schmidt stellte dem Bundeskanzler die besondere Mission der Leibniz-Gemeinschaft und ihrer Institute vor: „Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet angewandte Grundlagenforschung und Transfer zum Wohle der Gesellschaft. Wir treiben technologische Exzellenz und Innovation in engem Zusammenwirken mit Wirtschaft und Gesellschaft voran. Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland verstehen wir uns als Systempartner, wie sich am Leibniz-IHP zeigt. Mit Spitzenforschung auf internationalem Niveau, industrieller Anschlussfähigkeit und gelebtem Technologietransfer werden aus Ideen entlang der gesamten Wertschöpfungskette konkrete Beiträge für die Innovationsfähigkeit Deutschlands und Europas und so auch für unsere technologische Souveränität. Forschung und Transfer in dieser Qualität sind nur durch die im Pakt für Forschung und Innovation verankerte Unterstützung von Bund und Ländern möglich, die wir als Ansporn zu stetiger Weiterentwicklung begreifen.“
Gerhard Kahmen, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik, hob hervor: „Mikroelektronik durchdringt heute alle Bereiche der Gesellschaft, von der Medizin über die kritische Infrastruktur bis zur Raumfahrt. Sie ist eine Schlüsseltechnologie für die Souveränität Deutschlands und Europas. Am IHP erforschen wir siliziumbasierte Hochfrequenzsysteme vom Material bis zum komplexen System. Unsere Ergebnisse machen wir Partnern aus Wissenschaft und Industrie nicht nur als Labormuster zugänglich, sondern als qualifizierte Prototypen und in Kleinserien. Der Transfer in die Anwendung ist seit Jahren fester Bestandteil unserer Arbeit. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland und der europäischen Forschungs- und Innovationsstrategie."
Bei seinem Besuch am Leibniz-IHP wurde der Bundeskanzler von Staatssekretär Dr. Marcus Pleyer aus dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie von Staatssekretär Tobias Dünow aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg begleitet.
Pressefotos vom Besuch des Bundeskanzlers sind online verfügbar unter www.leibniz-gemeinschaft.de/mainnavigation/neues/presseportal/pressefotos
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Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Lebens-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, vernetzen sich in übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an.
Die Leibniz-Gemeinschaft berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, insbesondere mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf technologisch relevanter Forschung und aktivem Technologietransfer: Leibniz-Institute bringen innovative Entwicklungen gezielt in die Anwendung und fördern durch Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie die Umsetzung neuer Technologien in die Gesellschaft.
Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren.
Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei gut 2,3 Milliarden Euro.
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