„Lost in Archives“: Ausstellung über vergessene und unsichtbare Frauen um 1800
Schreibende Frauen und ihre Wiederentdeckung / Vernissage am 12. November, Universitätsbibliothek Frankfurt
FRANKFURT. Die Existenzen, die nur über Umwege greifbar sind. Lebensfragmente, die sich quer durch Europa ziehen. Spuren, die ins Nichts führen: Die Leistungen vieler Frauen, die um 1800 schrieben, lassen sich heute nur noch schwer rekonstruieren. Anthologien, Lehrbücher und die Geschichtsschreibung suggerieren gar, diese Frauen habe es nicht gegeben. Die Ausstellung „Lost in Archives“ macht diese vergessenen Autorinnen sichtbar. Sie zeigt, wie Autorinnen in Vergessenheit geraten und wiederentdeckt werden können. Zur Vernissage lädt die Universitätsbibliothek Frankfurt ein:
Donnerstag, 12. November 2026, um 19 Uhr
Foyer der Zentralbibliothek der Universitätsbibliothek Frankfurt
Ausgehend von drei Kulturfeldern – dem Theaterwesen, der Militärliteratur und der Literaturkritik – macht „Lost in Archives“ vergessene Denkerinnen sichtbar. Zeichnungen der Illustratorin Julia Bernhard, anschauliche Biografien, Auszüge aus den Werken und historische Archivalien veranschaulichen ihre Leistungen und ihr Wirken. Die drei Teilprojekte von „Lost in Archives“ beleuchten unterschiedliche Perspektiven des Unsichtbarseins und -werdens. Anhand ausgewählter Beispiele zeigt die Ausstellung Leben und Werk von Dramatikerinnen, Kartografinnen, Literaturkritikerinnen, Redakteurinnen und Schauspielerinnen, die zu ihrer Zeit wirkten und vergessen wurden.
Konzipiert wurde die Ausstellung im Rahmen des BMFTR-geförderten Projekts „Lost in Archives“. Ihre Premiere feiert die Ausstellung im Schopenhauer-Studio der Universitätsbibliothek Frankfurt. Im Laufe des Jahres 2027 wird die Wanderausstellung an der Universität der Bundeswehr München, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie an Standorten der Klassik Stiftung Weimar und in Berlin zu sehen sein.
Ausstellungszeitraum: 13. Nov. 2026 bis 21. Feb. 2027, Schopenhauer-Studio, Universitätsbibliothek Frankfurt, Freimannplatz 1.
Weitere Informationen: https://www.ub.uni-frankfurt.de/ausstellung/lost_in_archives.html
Poster der Ausstellung stehen zum Download bereit unter: https://next.hessenbox.de/index.php/s/AXBS3zCiWQTBrjX
Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-19 Uhr und Sa-So 10-18 Uhr. Es werden Führungen auf Deutsch und Englisch angeboten am 19. November und 4. Dezember um 16 Uhr, am 15. Dezember um 12 Uhr, am 14. Januar um 14 Uhr, 4. Februar um 16 Uhr und am 16. Februar um 12 Uhr. Link zur Website des Projektes: https://lostinarchives.hypotheses.org/
Kontakt:
Melanie Baunemann, UB Frankfurt, Tel. +49 (0)152 023 506 97; E-Mail: kom@ub.uni-frankfurt.de
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