DHBW Karlsruhe und EU-Forschungsprojekt HUCO Labs suchen Unternehmen für internationale Stu
Von Future Skills zur Praxis
Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts HUCO Labs mit Beteiligung der DHBW Karlsruhe sollen französische Bachelorstudierende der Elektromechanik im Februar 2027 Praxiserfahrung in deutschen Betrieben sammeln.
Wie lassen sich Zukunftskompetenzen in die berufliche Bildung integrieren? Das europäische Forschungsprojekt HUCO Labs entwickelt neue Bildungsmodelle, die Hochschulen, Berufsbildung und Unternehmen enger miteinander verbinden. Unter der Leitung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe entstand in der ersten Projektphase das Future-Skills-Kompetenzmodell TRIComp. Nun geht es darum, die entwickelten Konzepte in der Praxis zu erproben.
Dafür sucht die DHBW Karlsruhe Unternehmen in Deutschland, die im Februar 2027 französischen Studierenden ein vierwöchiges Praktikum ermöglichen. Die Studierenden absolvieren in Frankreich einen Bachelor-Studiengang im Bereich Elektromechanik und bringen Kenntnisse unter anderem in mechanischer Konstruktion, Mechatronik, Automatisierung und technischer Produktentwicklung mit.
Das EU-geförderte Erasmus+-Projekt HUCO Labs (Collaborative HVET-University-Company Labs for Research) vereint Partner aus sechs europäischen Ländern. Ziel ist es, technische Fachkräfte stärker auf Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaufgaben vorzubereiten und Zukunftskompetenzen durch praxisorientiertes Lernen zu fördern.
Entwicklung eines Kompetenzmodells
In der ersten Projektphase entwickelte das europäische Konsortium unter der Leitung der DHBW Karlsruhe das Kompetenzmodell Es identifiziert 22 zentrale Future Skills in den vier Bereichen Innovation, Manage-ment, grüne Transformation und Digitalisierung.
Das wissenschaftlich fundierte Modell bildet die Grundlage für die Entwicklung neuer Lehr- und Lernangebote auf den Niveaustufen 5 und 6 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR). Ziel ist es, technische Fachkräfte nicht nur auf bestehende berufliche Anforderungen vorzubereiten, sondern sie zu befähigen, selbst an Forschungs- und Innovationsprozessen mitzuwirken.
Die Erkenntnisse aus TRIComp wurden inzwischen in konkrete Ausbildungsmodule und neue didaktische Konzepte überführt. Dabei stehen insbesondere forschendes Lernen, projektbasiertes Arbeiten und die Bearbeitung realer Herausforderungen aus Unternehmen im Mittelpunkt.
Bildung, Forschung und Wirtschaft gemeinsam denken
Mit dem dritten Arbeitspaket verfolgt HUCO Labs das Ziel, ein nachhaltiges europäisches Bildungs- und Innovationsökosystem aufzubauen.
Unter dem Leitgedanken eines „Technological European Village for Technicians“ sollen Bildungseinricht-ungen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ihre Kompetenzen, Infrastrukturen und praktischen Erfahrungen stärker miteinander vernetzen.
Das Besondere daran: Lernen soll nicht ausschließlich im Hörsaal oder Klassenzimmer stattfinden. Studierende sollen die Möglichkeit erhalten, Forschungs- und Innovationsprozesse direkt in betrieblichen Kontexten kennenzulernen, technische Fragestellungen zu bearbeiten und über Ländergrenzen hinweg Erfahrungen zu sammeln.
Parallel dazu wird im vierten Arbeitspaket die entwickelte Ausbildungskonzeption praktisch erprobt. Dafür wurden zwei bestehende Bildungswege weiterentwickelt: ein Ausbildungsgang auf EQR-Niveau 5 in Italien sowie ein Bachelor-Ausbildungsgang auf EQR-Niveau 6 in Frankreich.
Internationale Zusammenarbeit wird konkret: Unternehmen für Praktika gesucht
Im Rahmen von HUCO Labs sollen französische Studierende im Februar 2027 internationale Praxiserfahrungen sammeln und ihre technischen sowie überfachlichen Kompetenzen weiterentwickeln. Dafür werden Unternehmen in Deutschland gesucht, die vom 1. bis 26. Februar 2027 einen oder zwei der insgesamt vier Studierenden für ein vierwöchiges Kurzzeitpraktikum aufnehmen können.
Die Studierenden absolvieren zurzeit in Frankreich einen Bachelor-Studiengang der Elektromechanik (EQR-Niveau 6) und verfügen über Kenntnisse unter anderem in mechanischer Konstruktion, Mechatronik, Automatisierung und technischer Produktentwicklung. Während des Praktikums sollen sie betriebliche Arbeitsabläufe kennenlernen, praktische Erfahrungen sammeln und nach Möglichkeit an laufenden techn-ischen Aufgaben mitwirken.
Besonders angesprochen sind Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, Mechatronik, Automatisierung, industriellen Digitalisierung und Produktentwicklung. Der organisatorische Rahmen kann sich an einem regulären Kurzzeitpraktikum orientieren. Die konkreten Lernziele und Rahmenbedingungen werden mit den Projektpartnern abgestimmt.
Das Wichtigste im Überblick:
• Zeitraum: 1. bis 26. Februar 2027
• Dauer: Vier Wochen (140 Stunden)
• Teilnehmende: Vier französische Studierende der Elektromechanik auf Bachelor-Niveau (EQR 6)
• Gesucht: Unternehmen in Deutschland, die einen oder zwei Studierende aufnehmen können
Interessierte Unternehmen sowie Personen, die geeignete Kontakte vermitteln können, sind eingeladen, sich zu melden - bei Aleydis Kleine-Allekotte, Akademische Mitarbeiterin
Fakultät Wirtschaft, DHBW Karlsruhe, Mail: aleydis.kleine-allekotte@dhbw-karlsruhe.de
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Aleydis Kleine-Allekotte
Akademische Mitarbeiterin
Fakultät Wirtschaft
Tel.: 0721 / 9735 663
Mail: aleydis.kleine-allekotte@dhbw-karlsruhe.de
Weitere Informationen:
https://next-education.org/de/projekte/huco-labs/
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