Erfolg beim Women-on-Board-Index Niedersachsen 2026: DSMZ für Gleichstellung im Top-Management ausgezeichnet
Das Braunschweiger Leibniz-Institut DSMZ gehört zu den landesweiten Vorreitern bei der Frauenförderung in der Führungsebene – Ministerpräsident Olaf Lies überreicht Urkunde bei feierlicher Übergabe im Gästehaus der Landesregierung in Hannover
Die Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist für ihr herausragendes Engagement bei der Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen gewürdigt worden. Im Rahmen der feierlichen Vorstellung des vierten Women-on-Board-Index (WoB-Index) Niedersachsen 2026 im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung wurde das Braunschweiger Institut als eines von sechs ausgewählten Unternehmen ausgezeichnet. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die persönliche Anerkennung durch Ministerpräsident Olaf Lies, der der Wissenschaftlichen Direktorin (interimsweise) der DSMZ, Prof. Dr. Yvonne Mast, stellvertretend für das Leibniz-Institut DSMZ die Urkunde und einen Blumenstrauß überreichte.
DSMZ setzt Maßstäbe bei der Besetzung von Führungspositionen
Der aktuelle WoB-Index, herausgegeben von der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, belegt landesweit positive Entwicklungen. Der Frauenanteil stieg im Top-Management niedersächsischer Unternehmen seit dem Jahr 2024 von 19,6 auf 23,7 Prozent. Das Leibniz-Institut DSMZ nimmt in diesem Prozess eine Vorreiterrolle in Niedersachsen ein, indem es Gleichstellung als strategisches Thema verankert und gezielte Rahmenbedingungen schafft, um Frauen erfolgreich in wissenschaftliche sowie administrative Führungsverantwortung zu bringen. Bettina Fischer, Administrative Geschäftsführerin der DSMZ, betont die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz dieses Erfolgs: „Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung unserer langfristigen Strategie, Gleichstellung aktiv in unserer Organisationskultur zu leben. Vielfältige Perspektiven und die gezielte Förderung weiblicher Führungskräfte sind für eine international agierende Forschungseinrichtung kein optionaler Zusatz, sondern ein fundamentaler Baustein für Innovation und Zukunftsfähigkeit. Wir freuen uns außerordentlich, dass unser Engagement auf Landesebene diese Sichtbarkeit erfährt.“
Hochkarätige Impulse aus Politik und Praxis
Im Rahmen der Präsentation unterstrich Ministerpräsident Olaf Lies, dass der Wirtschaftsstandort Niedersachsen es sich nicht leisten könne, auf Frauen an der Spitze und die damit verbundene Innovationskraft zu verzichten. Neben dem Ministerpräsidenten sprachen auf der Veranstaltung auch Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, sowie FidAR-Gründungspräsidentin Monika Schulz-Strelow, die die wissenschaftlich begleitete Studie federführend betreut hat. FidAR-Präsidentin Prof. Dr. Anja Seng begleitete die Veranstaltung vor Ort. Während die Studie offenlegt, dass insbesondere in Teilen der Privatwirtschaft weiterhin großer Handlungsbedarf besteht – so wird noch keines der 33 untersuchten privaten Unternehmen von einer Frau geführt – zeigen die geehrten Institutionen praxisnahe Wege zur Parität auf. Neben der DSMZ wurden unter anderem auch die Salzgitter AG und die Hannover Rück SE geehrt. Die DSMZ versteht die Auszeichnung als Ansporn, ihre Führungsmodelle und gleichstellungsorientierten Strukturen auch in Zukunft konsequent weiterzuentwickeln.
DSMZ-Pressekontakt
PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
E-Mail: press@dsmz.de
Über das Leibniz-Institut DSMZ
Die Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 95.000 Bioressourcen und hat rund 210 Beschäftigte. www.dsmz.de
Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, vernetzen sich in übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, insbesondere mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf technologisch relevanter Forschung und aktivem Technologietransfer: Leibniz-Institute bringen innovative Entwicklungen gezielt in die Anwendung und fördern durch Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie die Umsetzung neuer Technologien in die Gesellschaft. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – unter anderem in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei gut 2,3 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de
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