Westfälische Hochschule erhält Auszeichnung als „Fairtrade-University“
Die Westfälische Hochschule (WH) wird „Fairtrade-University“. Am 4. November wurde das Zertifikat offiziell durch die Initiative „Fairtrade Deutschland e. V.“ übergeben. In den vergangenen Jahren hat die Hochschule an ihren drei Standorten in Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um fairen Handel stärker im Hochschulalltag zu verankern – von fair gehandelten Produkten in den Mensen und Cafeterien über Informationsveranstaltungen bis hin zur Thematisierung globaler Handelsgerechtigkeit in der Lehre.
Die Westfälische Hochschule ist jetzt eine von 54 ausgezeichneten Hochschulen bzw. Universitäten in Deutschland. „Uns ist wichtig, dass fairer Handel an der Hochschule nicht nur ein Thema für einzelne Aktionstage ist, sondern ganz selbstverständlich zum Alltag gehört“, erklärt Verena Kulessa, Mitarbeiterin für den Bereich Arbeitssicherheit, Umwelt- und Energiemanagement. Ein erster naheliegender Ansatzpunkt war die Einführung von Fairtrade-Produkten in Zusammenarbeit mit dem AKAFÖ: Seit 2024 werden an allen drei Standorten in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bocholt ausgewählte Fairtrade-Produkte in den Mensen bzw. Cafeterien und Snackautomaten eingeführt. Darüber hinaus kommen fair gehandelter Kaffee und Tee bei Veranstaltungen zum Einsatz.
Ein wesentlicher Bestandteil des Engagements ist aber auch die Information und Sensibilisierung der Hochschulangehörigen und der Öffentlichkeit. Dazu hat die Westfälische Hochschule in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktionen organisiert. Beim Networking-Event „Campus meets Business“ konnten Besucherinnen und Besucher Fairtrade-Produkte probieren, ihr Wissen bei einem Quiz testen und faire Produkte gewinnen. Auf dem vergangenen Weihnachtsmarkt am Campus Gelsenkirchen informierte die Hochschule zudem über die Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau. Beim Klima- und Umwelttag der Stadt Gelsenkirchen beteiligte sich die Hochschule ebenfalls mit einem Informationsstand und Mitmachaktionen. Familien konnten dabei spielerisch nachvollziehen, welchen Weg Kakao und Bananen von der Plantage bis in den Handel zurücklegen. Zuletzt machte die Hochschule im Rahmen der Erstsemesterbegrüßungen ihre neuen Studierenden auf das Thema aufmerksam.
Auch in der Hochschullehre ist fairer Handel ein Thema. So war der Fairtrade Deutschland e.V. u. a. für Vorträge in Lehrveranstaltungen zu Gast. Unter dem Titel „Fairtrade und globale Gerechtigkeit im Welthandel“ ging es dabei um faire Produktionsbedingungen und internationale Handelsbeziehungen.
„Die Auszeichnung ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich. Als Hochschule tragen wir Verantwortung, gesellschaftliche Entwicklungen aufzugreifen und Nachhaltigkeit auch im eigenen Handeln sichtbar zu machen. Dass wir den fairen Handel gemeinsam mit Studierenden, Beschäftigten und unseren Partnern voranbringen, ist ein gutes Zeichen“, so Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule.
Mit der Auszeichnung als Fairtrade-University verpflichtet sich die Hochschule, ihr Engagement fortzuführen und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, den fairen Handel dauerhaft im Hochschulalltag zu verankern und das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und gerechtere Handelsbedingungen zu stärken.
Weitere Informationen:
https://www.w-hs.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-im-campus-betrieb/fairtrade-university/ (Infoseite der Hochschule zur Fairtrade-Zertifizierung)
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