Umgang mit sexueller Identität in Unternehmen
Die Bedeutung des Themas Diversity Management am Arbeitsplatz, der Umgang mit ihrer sexuellen Identität in Unternehmen und Organisationen sowie die bereitgestellten Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und deren Effektivität waren Gegenstand der breit angelegten Umfrage unter 400 zumeist homosexuellen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen. In der vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) erstellten Studie wurde deutlich, dass Unternehmen noch nicht den Anforderungen der Mitarbeiter gerecht werden, die einer sexuellen Minderheit angehören. Zur Vorstellung der Studie auf einer Pressekonferenz sind Medien herzlich eingeladen.
Pressekonferenz
Studie zu LSBTTIQ Diversity Managment in Unternehmen –
Ist Diversity nur ein Lippenbekenntnis?
Donnerstag, 12. November 2015, 11 Uhr
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Mohrenstr. 34, 10177 Berlin
Es wird um Voranmeldung an jessica.preiss@mh-stiftung.de bis zum 06.11.2015 gebeten.
Mit
Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Albert Kehrer, PROUT AT WORK Foundation
Jörg Litwinschuh, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Hagen Lindstädt, Institutsleiter, KIT
Alexander Merklein, Projektleiter, KIT
Die Abkürzung LSBTTIQ fasst Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle, intergeschlechtliche und queere Personen zusammen. Die aktuelle Studie gibt wichtige Einblicke aus Perspektive dieser sexuellen Minderheiten. Besonderes Augenmerk hat die Studie darauf gelegt, welche Maßnahmen Unternehmen zum Management von Vielfalt in Bezug auf LSBTTIQ-Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen anbieten und ob diese aus Sicht der Betroffenen auch greifen.
Zu den ersten Ergebnissen der Studie zählen:
- Das Thema Diversity Management in Unternehmen ist für nahezu alle Befragten (84%) wichtig, aber fast zwei Drittel (63%) sind mit dem Diversity Management in ihrem Unternehmen nicht zufrieden.
- Fast die Hälfte der Befragten (44%) gibt an, dass sie offen mit ihrer sexuellen Identität im Arbeitsleben umgehen, und weitere 40% outen sich auf Nachfrage auch bei Kollegen und Kolleginnen.
- Überraschend häufig erfahren Befragte Diskriminierung am Arbeitsplatz: 42% berichten, dass sie in irgendeiner Form Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Identität erfahren mussten. Besonders häufig wurden Mobbing und Belästigung genannt. Fast ein Viertel (23%) sagen, dass ihre sexuelle Identität negative Auswirkungen auf ihre Karrierechancen hat.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vereint als selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts die Aufgaben einer Universität des Landes Baden-Württemberg und eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemein-schaft. Seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation verbindet das KIT zu einer Mission. Mit rund 9 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.
Weiterer Kontakt: Kosta Schinarakis, PKM – Themenscout, Tel.: +49 721 608 41956, Fax: +49 721 608 43658, E-Mail: schinarakis@kit.edu
Holger Wetzel, Tel.: +49 30 6107 4921, Mobil: +49 173 6266 341, E-Mail: kontakt@holger-wetzel.com
Das KIT ist seit 2010 als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
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